Meilenstein beim Tunnelbau für die Regionaltangente West am Kreuzungsbauwerk Neu-Isenburg: Der Durchstich ist vollbracht!

Es ist hell geworden im Tunnel. Ende November hat die Regionaltangente West (RTW) einen weiteren Meilenstein erreicht: der Durchstich am Kreuzungsbauwerk Neu-Isenburg ist im Zeitplan erfolgt.

Dort, wo künftig die Trasse der Regionaltangente West von Frankfurt nach Neu-Isenburg und Dreieich-Buchschlag verläuft, ist die Unterquerung der bestehenden Gleise baulich hergestellt. In monatelanger Arbeit haben sich die Baufirmen von beiden Seiten durch das Erdreich vorgearbeitet, bis sie sich am Tunnelausgang trafen – ein entscheidender Schritt für die neue Schienenverbindung im Rhein-Main-Gebiet. In den nächsten Monaten folgt der weitere Ausbau in beide Richtungen.

Komplexe Unterquerung

Für die Anbindung der RTW an Neu-Isenburg und Dreieich-Buchschlag ist eine Querung der bestehenden Strecken der S-Bahn (S6 Friedberg-Langen), der Fernbahnstrecke (Frankfurt–Heidelberg) sowie der Dreieichbahn der Deutschen Bahn erforderlich. Seit dem Baubeginn im September 2022 entsteht dafür südlich des Bahnhofs Neu-Isenburg (Planfeststellungsabschnitt Süd 1) ein eingleisiger Tunnel.

Der Tunnel entsteht unter besonderen Bedingungen: Neun bestehende Gleise werden unterquert, während der Bahnbetrieb weiterläuft. Die Bauwerke mit einer Gesamtlänge von ca. 350 m gliedern sich in die Teilabschnitte Trogbauwerk, das eigentliche Tunnelbauwerk und mehrere Winkelstützwände. Die Unterquerung der bestehenden Anlagen erfolgte in offener Bauweise mithilfe von Hilfsbrücken. Im Schutze der Hilfsbrücken wurden abschnittsweise die Baugruben hergestellt bzw. erweitert und Sohle, Wände und Decke im jeweiligen Bauabschnitt des Rahmenbauwerks hergestellt.

Horst Amann, Geschäftsführer der RTW Planungsgesellschaft mbH: „Die besondere Herausforderung besteht darin, den Bau unter rollendem Rad durchzuführen. Dies erfordert eine präzise Planung und Durchführung, um den normalen Bahnbetrieb nur minimal zu beeinträchtigen. Mit dem erfolgten Durchstich haben wir gezeigt, was möglich ist, wenn Ingenieurskunst, präzise Planung und Teamarbeit zusammenkommen.“

Die Fertigstellung des Kreuzungsbauwerks ist für Ende 2026 geplant.

Blick aus dem Tunnel auf Mengen von Erde, einem Bagger und Bauarbeitern, im Hintergrund Bäume

Pressemitteilung: Tunneldurchstich Kreuzungsbauwerk Neu-Isenburg (77,7 KiB) Herunterladen

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