Großbaustelle im Grünen – Brückenarbeiten an der Isenburger Schneise starten durch
Seit dem 1. Juli baut die RTW an einem weiteren wichtigen Puzzlestück für die Regionaltangente West: Auf der Strecke 3651, mitten im Frankfurter Stadtwald, haben die Arbeiten an der Eisenbahnüberführung (kurz: EÜ) Isenburger Schneise begonnen. Und wer denkt, hier passiert nur ein bisschen Betonarbeit – weit gefehlt! Es geht ans Eingemachte: Brückenwiderlager, Spundwände, Kampfmittelsondierung – kurz gesagt, alles, was das Herz von Tiefbau-Fans höherschlagen lässt.
Abbruch mit System – und Rücksicht auf die Natur
Im Rahmen des Neubaus der EÜ wird das bestehende Brückenwiderlager nicht einfach dem Erdboden gleichgemacht, sondern ganz präzise in zwei Teile getrennt, sorgfältig zurückgebaut und dann neu errichtet. Vor dem eigentlichen Brückenbau hieß es jedoch erstmal: Rampen anlegen, Arbeitsebenen herstellen, sondieren, prüfen – schließlich liegt das Baufeld in einem Bereich, der im Zweiten Weltkrieg stark frequentiert war. Die gute Nachricht: Die Kampfmittelfreiheit ist hergestellt, die Arbeiten können also sicher fortgesetzt werden.
Wenn Spundwände die Flügel stutzen
Parallel zur Kampfmittelsondierung wurden sogenannte Spundwände eingebracht – das sind vertikale Stahlwände, die den Boden stützen und die bestehenden Flügelwände der alten Brücke „in die Zange nehmen“. Damit schaffen wir die nötige Grundlage, um die neue Brücke sicher und stabil zu errichten.
Bis Ende September wird durchgearbeitet
Die aktuell laufende Sperrpause – also der Zeitraum, in dem keine Züge fahren, damit gebaut werden kann – dauert noch bis zum 30. September. Bis dahin sollen die beiden neuen Brückenwiderlager vollständig errichtet sein. Das ist ein ehrgeiziger Zeitplan, aber das RTW-Team ist mit viel Einsatz und Know-how dabei, die Vorgaben punktgenau umzusetzen.
Und dann? Brücke rein, Gleise dran, Zukunft fährt ab!
Nach der Sperrpause geht es Schlag auf Schlag: Die neue Eisenbahnüberführung wird gebaut, eingehoben und an die bestehende Bahninfrastruktur angeschlossen. Damit nimmt die Trasse der RTW weiter Form an – auf direktem Weg in Richtung umweltfreundliche Mobilität von morgen.
Fazit:
Mit der Baustelle an der Isenburger Schneise zeigt die RTW einmal mehr: Auch im sensiblen Naturraum lässt sich nachhaltige Infrastruktur mit Rücksicht und Präzision umsetzen. Wir halten euch auf dem Laufenden, wenn die nächsten Meilensteine erreicht werden – und freuen uns schon jetzt auf die erste Fahrt über die neue Brücke!
(Bilder: RTW GmbH / Anja Gerauer)