Baubeginn im Abschnitt Nord

Mit dem symbolischen Spatenstich haben nun auch die Arbeiten im Abschnitt Nord zwischen Bad Homburg und Eschborn begonnen.

Am 22. Dezember 2023 feierte die RTW GmbH in Eschborn mit etwa 100 geladenen Gästen den Baubeginn des 16 Kilometer langen Abschnitts. Insgesamt werden sechs Kilometer Strecke neu gebaut mit Brückenbauwerken und acht RTW-Haltepunkten, davon vier neue (Gewerbegebiet Praunheim, Eschborn Ost, Eschborn Süd, Düsseldorfer Straße). Für diesen Bereich hatte das Regierungspräsidium Darmstadt am 22. Juni 2023 den Planfeststellungsbeschluss erlassen. Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir überreichte der RTW an diesem Tag den Fördermittelbescheid mit Bundes- und Landesmitteln in Gesamthöhe von rd. 230 Mio. Euro, was 96% der zuwendungsfähigen Baukosten zuzügliche einer Planungskostenpauschale entspricht.

Verkehrsminister Tarek Al-Wazir würdigte das Voranschreiten des bedeutenden Infrastrukturprojekts für die Region „Der heutige Spatenstich für den nächsten Abschnitt ein sehr erfreulicher Tag für die Menschen hier im Rhein-Main-Gebiet, die seit Jahrzehnten auf den dringend nötigen Ausbau der Schieneninfrastruktur gewartet haben. Die Region wächst weiter und braucht ein leistungsfähiges sowie auch qualitativ hochwertiges Verkehrssystem, um bestehende Engpässe zukunftsfähig aufzulösen. Es braucht mehr Pünktlichkeit und Qualität, neue Verbindungen und ein erweitertes Angebot. Und dafür braucht es mehr Schiene. Ich freue mich, dass ich der RTW GmbH heute einen Förderbescheid in Höhe von insgesamt rd. 230 Mio. Euro übergeben kann, der für die bauliche Realisierung dieses Abschnittes ein hohes Maß an Finanzierungstabilität gewährt.“

Der Leiter des Geschäftsbereichs Verkehrs- und Mobilitätsplanung des RMV, Thomas Busch, betonte die Notwenigkeit des Ausbaus der bestehenden Infrastruktur: „Damit schaffen wir die Grundlagen, um mehr Menschen mit höherer Qualität mobil zu machen. Jetzt gilt es dranzubleiben und einen Schienenring um Frankfurt sowie den Fernbahntunnel als Ergänzung der bestehenden Bahnhöfe im Herzen der Mainmetropole zu realisieren.“

Stadtrat Wolfgang Siefert, Dezernent für Mobilität der Stadt Frankfurt am Main Aufsichtsratsvorsitzender der RTW Planungsgesellschaft mbH hob besonders die Nachhaltigkeit des Projekts hervor: „Die RTW ist eine zukunftsweisende Ergänzung für die nachhaltige Mobilität in unserer Region. Sie schafft neue direkte Verbindungen im Frankfurter Westen und den Umlandkommunen zu wichtigen Zielen, wie dem Flughafen, mehreren Gewerbegebieten und dem Stadion. Gleichzeitig schont die RTW Ressourcen, indem sie die bereits vorhandene Infrastruktur nutzt und dort sinnvoll ergänzt, wo es heute noch Engpässe oder Lücken gibt“.  

Adnan Shaikh, Bürgermeister der Stadt Eschborn, ergänzte: „Heute ist ein guter Tag für Eschborn. Sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die vielen Pendlerinnen und Pendler von und nach Eschborn können sich auf die RTW freuen. Das Projekt wird viele Verkehrsbeziehungen deutlich verbessern und damit endlich die lang erwartete Alternative zum Individualverkehr bringen. Für unseren Standort bedeutet die Direktanbindung mit dem ÖPNV an den Flughafen einen Quantensprung, der die Fahrzeit dorthin halbiert.“

Horst Amann, Geschäftsführer der RTW Planungsgesellschaft mbH bedankte sich bei allen, die intensiv am Baurecht für den nunmehr zweiten Abschnitt des Projekts mitgewirkt haben. Ein besonderer Dank ging an das Land Hessen und Hessen Mobil für die Überreichung des Fördermittelbescheids. Sein Blick richtete sich zugleich nach vorn: „Mit dem Baubeginn hier im Abschnitt Nord haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Das ist ein guter Grund, heute kurz innezuhalten und diesen Anlass zu feiern. Zugleich ist uns allen bewusst, dass es noch weiterer Anstrengungen bedarf, um die gesamte Strecke in die Bauphase zu bringen und so die Chance auf eine Gesamtinbetriebnahme der RTW Ende 2028 zu wahren.“

Symbolischer Spatenabschnitt im Abschnitt Nord v. l. n. r. Adnan Shaikh, Tarek Al-Wazir, Thomas Busch, Horst Amann, Wolfgang Siefert, Gerd-Dietrich Bolte (Foto: RTW GmbH/Gerauer)

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