Bühne frei für den Brückenwechsel: (Nicht nur) Nächtliche Schwerstarbeit in Neu-Isenburg
Wer in den letzten Wochen nachts mit der Regionalbahn an Neu-Isenburg vorbeifuhr, sah mehr als nur Schienen und Schwellen: grelles Baustellenlicht, gewaltige Kräne, funkelnder Stahl und Bagger in Aktion. Mittendrin Menschen, die in der Dunkelheit ganze Brücken verschoben – fast wie eine Szene auf einem großen Filmset. Mit Sicherheitsausrüstung statt Kostümen und echtem schwerem Gerät statt Requisiten.
Hilfsbrücken raus, Hilfsbrücken rein – Umbau unter Hochspannung
Neu-Isenburg spielt eine zentrale Rolle im Planfeststellungsabschnitt Süd 1 und damit im Gesamtprojekt RTW. Künftig wird die RTW-Trasse hier gleich neun Gleise unterqueren. Damit der Tunnelausbau auch unter rollendem Rad zügig vorankam, stand während der jüngsten Sperrpause Ende Mai und Anfang Juni ein genau getaktetes Programm an.
Mehrere Gleise gingen nacheinander vom Netz. Die alten Hilfsbrücken, die seit Baubeginn für Stabilität sorgten, mussten zurückgebaut werden. Direkt im Anschluss rückten die neuen Hilfsbrücken an ihren Platz. Auf ihren Fundamenten lagern tonnenschwere Stahlträger, die mit technischem Feingefühl und hydraulischen Pressen millimetergenau positioniert. Wurden. Kaum war das geschafft, folgte der nächste Kraftakt: Auch an Gleis 8 und 9 kamen neue Brücken zum Einsatz, mit schwerem Gerät und bei laufendem Bahnverkehr.
Von der Dunkelheit ins Rampenlicht – Arbeiten bei Nacht
Als tonnenschwere Stahlteile im Licht der Nachtkräne langsam durch die Luft schwebten, wirkte das fast filmreif. Doch hinter dem Spektakel steckte kein Drehbuch, sondern ein minutiös geplanter Bauablauf. Jeder Handgriff saß, jede Bewegung hatte ihren Platz. So entsteht hier echte Infrastruktur der Zukunft – und dafür muss manchmal die Nacht zum Tag gemacht werden.
Hilfsbrückenwechsel am Kreuzungsbauwerk Neu-Isenburg

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(Video & Bilder: RTW GmbH/Planz)