Durchstich geschafft: Tunnel am Kreuzungsbauwerk Neu-Isenburg verbunden

Am Kreuzungsbauwerk Neu-Isenburg ist ein wichtiger Moment erreicht: Ende November trafen sich die beiden Tunnelhälften unter der Erde. Mit dem Durchstich wurde die Voraussetzung für die Herstellung des durchgehenden Tunnelbauwerks geschaffen. Der rund 150 Meter lange Tunnel des 350 m langen Bauwerks verbindet erstmals beide Seiten des Bauwerks miteinander.

Arbeiten unter der Erde

Wo zuvor Erdreich und ein massives Querschott lagen, öffnete sich nun der letzte Abschnitt zwischen den beiden Tunnelenden. Monatelang arbeiteten sich die Bauteams von beiden Seiten vor. Lange Verpressanker wurden eingebracht und Spritzbetonausfachungen lagenweise zwischen den Bohrpfählen eingebaut.

Beton, Stahl und Präzision

In den Baugruben werden Bewehrungsstahl verlegt, Schalungen aufgebaut und große Betonmengen eingebracht. Nach dem Aushärten geht es weiter zum nächsten Block. So wächst der Tunnel Stück für Stück, Block für Block, unter den bestehenden Gleisanlagen hindurch.

Der Moment des Durchstichs

Als sich die letzten Zentimeter Beton und Erdreich lösten, öffnete sich der Blick durch den Tunnel. Die beiden Bauabschnitte trafen passgenau aufeinander. Aus zwei getrennten Enden wurde ein zusammenhängender Tunnelraum.

Wie es weitergeht

Nach dem Durchstich werden Block für Block unter dem rollenden Rad hergestellt. Zunächst wird die Bodenplatte betoniert, anschließend wird die Decke in abgesenkter Lage auf dem Traggerüst hergestellt, diese wird mittels hydraulischer Presse nach Erreichen der Mindestdruckfestigkeit in die Endlage gepresst. Letztendlich werden die Wände als Druckbetonage ausbetoniert. Nach Aushärten der Tunneldecken werden in der Sperrpause 05-26 die Hilfsbrücken ausgebaut, der Oberbau und die Oberleitung in den Ursprungszustand wiederhergestellt.

Ein Baustein für die Region

Der Tunnel am Kreuzungsbauwerk Neu-Isenburg ist ein zentrales Element der Regionaltangente West. Mit dem erfolgreichen Durchstich des rund 350 Meter langen Bauwerks ist ein sichtbarer Fortschritt erreicht – und ein weiterer Schritt hin zu einer neuen, leistungsfähigen Schienenverbindung im Rhein-Main-Gebiet.

(Bilder: RTW GmbH)

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