Eine Schneise für die Zukunft: Auf der Strecke 3640 wird der Weg für die RTW frei

Aus der Luft wird sichtbar, wie stark sich die ehemalige Strecke 3640 bereits verändert hat: Der alte Bahndamm ist abgetragen, die künftige Trasse zeichnet sich deutlich im Stadtbild ab.

Von oben wird der Fortschritt sichtbar 

Auf den aktuellen Drohnenaufnahmen zieht sich die ehemalige DB-Strecke 3640 als heller Baustreifen durch Sossenheim und den Bereich Höchst Stadtpark. Wo früher Gleise, Schotter, Kabeltröge, technische Anlagen und ein Bahndamm das Bild prägten, liegt die Trasse heute weitgehend frei. Der Rückbau schafft die Voraussetzungen für den Neubau der Regionaltangente West. Dafür werden alte Anlagen entfernt, der Bahndamm abschnittsweise abgetragen und die Flächen für die nächsten Bauphasen vorbereitet. 

Im Bereich Höchst Stadtpark ist der Rückbau besonders deutlich sichtbar: Wo früher die Personenunterführung lag, entsteht heute die Baufläche für die nächsten Arbeitsschritte.

Dammabtrag und Rückbau  

Im Bereich Höchst Stadtpark ist die Veränderung besonders deutlich: Die frühere Personenunterführung wurde kontrolliert zurückgebaut. Auch der Bahndamm verschwindet Stück für Stück. Diese Arbeiten sind notwendig, da die künftige RTW nicht auf der bestehenden Infrastruktur errichtet werden kann. Sie benötigt Platz für neue Gleise, technische Anlagen, Bauwerke und spätere Stationsbereiche. Dafür wird der Boden gelöst, sortiert und abtransportiert, frühere Bauwerke verschwinden. 

Auch vom Boden aus zeigt sich die Dimension der Arbeiten: Die frühere Bahntrasse ist freigeräumt, der Damm abgetragen, schweres Gerät steht bereit.

Rückbau nach Plan 

Was von außen wie einfacher Abriss wirken kann, folgt einem genau abgestimmten Ablauf. Bevor Bagger an Damm und Bauwerken arbeiten konnten, mussten zunächst die technischen Anlagen der ehemaligen Strecke gesichert und entfernt werden. Dazu gehörten unter anderem Kabelanlagen, Kabeltröge, Schächte und Signale. Im Bereich Sossenheim wurden außerdem Bahnsteigelemente, Beleuchtung, Beschilderung und weitere Einbauten zurückgebaut. Gerade bei einer ehemaligen Bahnstrecke ist Rückbau Präzisionsarbeit: Materialien werden getrennt, verladen und fachgerecht behandelt. Erst danach können größere Geländeeingriffe beginnen. 

Baustelle mitten im Stadtraum: Fuß- und Radwege werden gesichert, während direkt daneben die Arbeiten an der künftigen RTW-Trasse laufen.

Arbeiten mitten im Stadtteil 

Die Strecke 3640 verläuft mitten durch den gewachsenen Stadtraum – zwischen Wohnhäusern, Straßen, Grünflächen und Gewerbe. Während auf der Baustelle Bagger und Lkw im Einsatz sind, geht direkt daneben der Alltag weiter. Nach dem Rückbau der früheren Personenunterführung im Bereich Höchst Stadtpark verbindet eine provisorische Überführung beide Seiten der Trasse. Sie wird täglich von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie vielen Schülerinnen und Schülern genutzt und ermöglicht auch während der Bauarbeiten eine sichere Querung. Absperrungen, Bauzäune und gesicherte Wegeführungen ergänzen das Sicherheitskonzept. Änderungen der Wegeführung werden frühzeitig kommuniziert. 

 

Schweres Gerät im Einsatz: Beim Dammabtrag wird Boden gelöst, aufgenommen und abtransportiert. So entsteht Schritt für Schritt Raum für die neue Infrastruktur.

Beim Dammabtrag wird Boden gelöst, aufgenommen und abtransportiert. So entsteht Schritt für Schritt die Grundlage für den Neubau der Regionaltangente West. 

Der Rückbau der Strecke 3640 ist eine wichtige Voraussetzung für den Ausbau im Planfeststellungsabschnitt Mitte. Künftig soll hier eine leistungsfähige Schienenverbindung entstehen, die neue Direktverbindungen im Frankfurter Westen und darüber hinaus ermöglicht. 

Ein Blick nach vorn 

Noch prägen Erde, Maschinen und Bauzäune das Bild. Doch die künftige Trasse ist bereits deutlich zu erkennen: Zwischen Sossenheim und Höchst Stadtpark entsteht aus einer stillgelegten Bahnstrecke Schritt für Schritt ein neuer Verkehrsweg für die Region. Hier wird nicht nur zurückgebaut – hier entsteht die Grundlage für neue Verbindungen im Rhein-Main-Gebiet. 

 

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