Geglückte Umsiedlungsaktion: Die RTW setzt sich für den Schutz einer seltenen Orchideen-Art ein
Wenn wir beim Bau der Regionaltangente West (RTW) Verantwortung für den Artenschutz übernehmen, tragen wir ganz sicher keine Eulen nach Athen – dafür aber manch seltene Pflanze an einen neuen Standort! Im Rahmen von umweltfachlichen Erkundungen im Baufeld des Schwanheimer Knotens wurde eine echte botanische Rarität entdeckt: die Bienen-Ragwurz (lat.: Ophrys apifera). Da der Bestand der heimischen Orchideenart von Lebensraumverlust und Nährstoffeinträgen bedroht ist, steht sie unter besonderem Schutz. Den Projektbeteiligten war nach dem außergewöhnlichen Fund sofort klar: Hier ist verantwortungsvolles Handeln gefragt. Im Einklang mit dem Planungsgrundsatz der Nachhaltigkeit, soll die seltene Fauna ein neues Zuhause erhalten. Gesagt, getan: Die über 30 Bienen-Ragwurz-Exemplare wurden im Rahmen einer großen Umsiedlungsaktion erfolgreich an einen sicheren und artgerechten Standort gebracht.
Gelebter Artenschutz beim RTW
Die Aktion lief selbstverständlich nach strengen naturschutzfachlichen Vorgaben ab. Unter der professionellen Anleitung eines Botanikers wurden die Pflanzen behutsam von Hand ausgegraben und umgepflanzt. Der neue Standort wurde gemeinsam mit der Oberen Naturschutzbehörde ausgewählt. Boden und Lichtverhältnisse bieten hier perfekte Bedingungen für die Bienen-Ragwurz.
Übrigens: Die Pflanze wurde gerade erst vom Umweltverband BUND e.V. zur „Heimlichtuerin des Jahres 2025“ gekürt – und das aus gutem Grund: Ihre Blüten sehen aus wie weibliche Wildbienen und locken so männliche Bienen zur Bestäubung an.
Nachhaltigkeit im Fokus
Der Schutz der Bienen-Ragwurz ist nur eine von vielen Maßnahmen, die im Rahmen des RTW-Projekts zum Wohle der Umwelt ergriffen werden. Dazu gehören Aufforstungen, Renaturierungen und gezielte Schutzprogramme für Flora und Fauna entlang der Strecke.