Neues zu Hause für die Ödland-Schrecke – RTW siedelt gefährdete Insektenart erfolgreich um

Im zukünftigen Baubereich der RTW südwestlich des Industrieparks Höchst an den Grünstreifen entlang der Leunastraße leben die Blauflügeligen Ödlandschrecken (Oedipoda caerulescens). Was für Laien wie ein einfacher Grashüpfer wirkt, ist eine seltene Art. Das unscheinbare Tier steht in Hessen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und gilt daher als schützenswert. Eine Baustelle, wie sie die RTW hier an der Leunastraße plant, bedeutet für das Tier jedoch einen potenziellen Lebensraumverlust. Bevor die ersten Bagger auf das Gelände rollen, muss der seltene Hüpfer deshalb ein neues Zuhause finden. Doch dafür gilt es die kleinen Lebewesen erst einmal zu finden, einzufangen und umzusiedeln – eine aufwändige, aber wichtige Arbeit; denn neue Schienen und der Schutz von Biodiversität dürfen sich nicht ausschließen.

Mit Kescher, Kenntnis und Geduld  

Mit dem Kescher suchen die Experten der Umweltfachlichen Bauüberwachung die Bereiche vorsichtig ab und fangen die vorhandenen Tiere. An diesem Tag wurden insgesamt 21 männliche und weibliche Exemplare der Blauflügeligen Ödlandschrecke eingefangen.

Ein neues Zuhause für die nächste Generation

Einige Tiere nutzten den Aufenthalt in den Faunaboxen zur Paarung. Gut, dass die nahegelegene Kompensationsfläche beste Bedingungen für die erwartete Eiablage bereithält. Wenn die Jungtiere schlüpfen, wäre das ein großer Erfolg für den Populationserhalt und ein klarer Beleg dafür, dass sich der Aufwand gelohnt hat.

Warum so viel Aufwand?

Neue Trassen und Tunnel für die Regionaltangente West bedeuten nicht nur kurze Wege und emissionsfreie Mobilität, sondern auch Biodiversität und intakte Lebensräume. Deshalb beginnt eine nachhaltige Verkehrswende schon vor dem ersten Spatenstich.

(Bilder: RTW GmbH)

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