Ökologischer Ausgleich: Unsere Kompensationsmaßnahmen im Biegwald
Die RTW Planungsgesellschaft führt umfangreiche ökologische Ausgleichsmaßnahmen im Frankfurter Biegwald durch. Da der Bau der RTW Eingriffe in die Natur erfordert, schaffen wir an anderer Stelle Ersatz.
Der Biegwald ist Teil des Frankfurter Grüngürtels. Im Zuge der Regionaltangente West setzen wir gezielte Maßnahmen um, um den Waldbestand zu sichern und ökologisch aufzuwerten. Hierbei konzentrieren wir uns auf zwei zentrale Projekte: die Waldneuanlage (K12) und den gesteuerten Nutzungsverzicht (K14).
Waldneuanlage auf dem ehemaligen Bolzplatz (K12)
Mitten im Frankfurter Stadtteil Bockenheim wandeln wir einen ehemaligen Bolzplatz in eine neue Waldfläche um. Auf rund 8.300 m² entsteht ein standortgerechter Laubmischwald. Wir pflanzen vorrangig Traubeneichen und ergänzen diese durch Vogelkirschen, Eschen sowie Flatterulmen. Durch den direkten Anschluss an bestehende Bestände vergrößern wir den Waldzusammenhang. So schaffen wir neue Lebensräume für zahlreiche Tierarten und leisten einen direkten Ausgleich für Flächen, die an anderer Stelle für die neue Trasse beansprucht werden.
Naturschutz durch Entwicklung und Ruhe (K14)
Im südlichen Biegwald fördern wir auf einer Fläche von etwa 112.500 m² die natürliche Entwicklung des Ökosystems. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz des seltenen Heldbock-Käfers. Wir fördern gezielt den Eichenbestand und lassen liegendes Totholz als Lebensraum für verschiedene Vogel- und Fledermausarten im Wald. Um ungestörte Naturwaldzellen (Ruhezonen für die Natur) zu ermöglichen, lassen wir große Teile des Gebiets unberührt und geben die alten Wege der Natur zurück. Über einen Zeitraum von 27 Jahren pflegen und sichern wir diese Entwicklung, damit ein stabiler und naturnaher, dem ursprünglichen Waldzustand ähnlichen, Eichen-Hainbuchenwald für die Zukunft entsteht.
Mit diesen Maßnahmen leisten wir einen Beitrag für die biologische Vielfalt direkt vor unserer Haustür.