Punkte für die Natur
Infrastrukturprojekte wie die RTW greifen oft in die Natur ein. Um das auszugleichen, dient das System des Ökopunktekaufs. Ökopunkte sind eine Art Währung für den Naturschutz. Die Hessische Kompensationsverordnung ist die Grundlage für die Bewertung.
Solche Ökopunktemaßnahmen sichern zum Teil große, zusammenhängende Gebiete für die Natur. Das hat positive Folgen für die Umgebung. Die Nidda-Renaturierung am Altarm in Karben (23 Hektar) oder die Wanderweideflächen in Pfaffenhausen (43 Hektar) sind schöne Beispiele. Durch die Aufwertung zusammenhängender Flächen in Pfaffenhausen lassen sich Lebensräume sichern, zum Beispiel für die besonders geschützte Kreuzotter im Spessart.
Dieses System bietet Flexibilität und Effizienz. Bauträger suchen und realisieren nicht selbst aufwendige Ausgleichsmaßnahmen. Sie erwerben Ökopunkte von Anbietern wie der Hessischen Landesgesellschaft mbH (HLG) oder der Gerty-Strohm-Stiftung. Diese Anbieter haben sich auf Naturschutzprojekte spezialisiert. Sie setzen qualitativ hochwertige Naturschutzmaßnahmen um und pflegen sie langfristig. Das System fördert die Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen. Es ermöglicht gezielte, großflächige ökologische Verbesserungen.
Durch den Kauf von Ökopunkten erfüllt die RTW auf einfachere Weise ihre Pflichten als Bauherr. Gleichzeitig stellt sie sicher, dass die Natur geschützt und gefördert wird. Die großen Ökokontomaßnahmen tragen zum Wohl von Mensch und Tier bei.